RASSEPORTRAIT DER BRITISCH KURZHAAR

0.01.2002 BKS – BRITISCH KURZHAAR SCHWEIZ Seite 1 von 7

GESCHICHTE UND HERKUNFT

Der Ursprung der Britisch Kurzhaar liegt – wie der Name vermuten lässt – in Grossbritanien,

wo sie bereits Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet wurde. Auf der ersten

Katzenausstellung im Crystal Palace in London 1871 wurde die Britisch Kurzhaar

bereits in mehreren Farben gezeigt. Durch Verpaarung der damaligen Hauskatze mit

Perserkatzen erhofften sich die Züchter eine stämmige Rassekatze, jedoch mit kurzem

Fell. Dies gelang und die neu entstandene Rasse wurde vor allem in der Farbe Blau und

in diversen Tabby-Varietäten sehr beliebt. Durch die Einkreuzung von Perserkatzen

übernahm die Britisch Kurzhaar auch das rezessive Langhaar-Gen (l), durch welches

auch heute noch langhaarige Briten fallen können (was übrigens sehr hübsch ist).

Durch die beiden Weltkriege litt die Katzenzucht in Europa sehr stark. Dank dem

Einsatz engagierter Züchter gelang es jedoch, die Rasse zu erhalten. Mit Einkreuzung

von Perserkazten und strenger Selektion der Zuchttiere ist es gelungen, den heutigen

Typ zu festigen, zu vereinheitlichen und eine wunderbare Farbenvielfalt herauszuzüchten.


DIE BRITISCH KURZHAAR HEUTE

Die Britisch Kurzhaar ist heute in der Schweiz eine sehr beliebte Katzenrasse und durch

die nach wie vor engagierte und verantwortungsbewusste Zucht kann die Britisch

Kurzhaar-Fangemeinde auf typvolle Briten stolz sein. Und auch die Palette der

Fellfarben ist sehr breit geworden.
 

WESEN, CHARAKTER UND EIGENSCHAFTEN

Durch die Perserkatze wurde auch der Charakter der Britisch Kurzhaar wesentlich

beeinflusst. Die Britisch Kurzhaar wandelte sich in eine eher ruhige und besonnene

Katze. Sie ist heute unkompliziert und charakterstark. Durch ihr ruhiges und angenehmes

Wesen verträgt sich die Britisch Kurzhaar im allgemeinen sehr gut mit anderen

Haustieren. Bedingt durch ihren Charakter ist der Freiheitsdrang der Britisch Kurzhaar

weniger ausgeprägt, wodurch sie sich in der Rolle als Wohnungskatze sehr wohl fühlt.

Dies nicht zuletzt dank ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrer freundlichen Art. Kommt sie

jedoch in den Genuss eines Lebens drinnen und draussen, entpuppt sie sich als sehr

robust und wird zur guten Jägerin. Als Familienmitglied und Lebenspartner ist die

Britisch Kurzhaar eine sehr ausgeglichene, anhängliche und gefühlvolle Katze, die

besonders Kindern gegenüber sehr duldsam ist. Die Britisch Kurzhaar ist nie

aufdringlich oder laut. Gelassen aber herzlich wird der menschliche Streichel- und

Spielpartner begrüsst, wenn er nach Hause kommt. In der Jugend ist die Britisch

Kurzhaar sehr verspielt, wird mit zunehmendem Alter jedoch ruhiger. Trotz ihres sanften

Charakters ist die Britisch Kurzhaar eine sehr selbständige Katze, die zuweilen sogar

stur sein kann und den Menschen klar erkennen lässt, wann die Zeit zum Schmusen

richtig ist.

Innerhalb des typischen Briten-Charakters sind – bedingt durch die Fellfarbe – kleine

Wesensunterschiede festzustellen: Katzen mit blauem Fell gelten als eher distanziert

und mögen nicht unbedingt geknuddelt werden. Rote und schildpatt-farbene Briten

gelten als temperamentvoller und Cremies als anhänglich und verschmust. Silver- und

Golden-Shadeds gelten als eher sensibel und die Bi- und Tricolors werden als lebhafter

bezeichnet. Der Colorpoint wird nachgesagt, dass sie ihren ruhigen Charakter mit dem

spritzigen Temperament der Siam vereinigt. Diese Wesensunterschiede sind jedoch

wie gesagt sehr klein und nicht zwingend. Jeder erfahrene Britenliebhaber und -Besitzer

wird diesbezüglich eine eigene Geschichte  zu erzählen haben. Immer jedoch gilt: Die

Beziehung zu einer Britisch Kurzhaar basiert auf gegenseitigem Respekt und

Sympathie – ein Verhältnis zwischen gleichberechtigten Partnern. Voraussetzung für

die Entfaltung des Charakters ist jedoch, wie bei jeder anderen Katze, die Prägung im

Welpenalter. Nur Katzen, welche in einem optimalen Umfeld mit frühen persönlichen und

positiven Menschenkontakten aufgewachsen sind, können ihren Charakter wirklich

entfalten. Jeder gute Züchter wird diesem Umstand entsprechend Rechnung tragen.
 

AUSSEHEN UND STANDARD

Die Britisch Kurzhaar soll durch ihren kräftigen, muskulösen aber immer wohlproportionierten

Körperbau bestechen. Die Brust ist breit, Schulter und Rücken sind

massiv und gedrungen. Männliche Tiere werden grösser und schwerer als weibliche

Tiere und weisen zudem die typischen „Katerbacken“ auf. Der Kopf der Britisch

Kurzhaar ist rund mit breitem Schädel, kurzem, kräftigem Hals und kräftigem Kinn. Die

Ohren sind klein und an der Spitze leicht gerundet, an der Basis jedoch breit und weit

auseinander gesetzt. Die Augen müssen gross und rund sein. Die Augenfarbe ist

entsprechend der Fellfarbe fix zugeordnet, vorwiegend kupferfarben bis orange, bei

Silvershadeds grün und bei Colorpoints blau. Die Nase der Britisch Kurzhaar ist kurz

und breit mit einer leichten Einbuchtung am Ansatz, jedoch ohne Stop. Die Beine sind

kurz und stämmig, die Pfoten rund und kräftig. Der Schwanz der Britisch Kurzhaar soll

kurz, eher dick und mit rundem Schwanzende sein. Insgesamt soll das Erscheinungsbild

der Britisch Kurzhaar rund wirken.

Die Britisch Kurzhaar benötigt lange, bis sie voll ausgewachsen ist und darf daher nicht

zu früh kastriert werden. Eine Frühkastration hemmt das Wachstum der Katze und die

Entwicklung der für Kater typischen Katerbacken. Überhaupt ist die Kastration bei

Katzen (nicht nur bei Rassetieren) ein wichtiges Thema. Auskunft darüber erteilen

Züchter und Tierärzte.

Eine Britisch Kurzhaar, die nicht Gefahren wie Strasse, Krankheiten, Diebstahl etc.

ausgesetzt ist, kann gut und gerne 15 - 18 Jahre alt werden. Dies sollte man unbedingt

bedenken, ehe man sich überhaupt eine Katze anschafft.

Einmalig in der Rassekatzenwelt ist das Fell der Britisch Kurzhaar. Es ist wesentlich

dichter und plüschiger als das aller anderer Kurzhaarkatzen und weist kräftige

Unterwolle auf. Das Fell muss kurz sein und sollte sich nicht weich, sondern griffig

anfühlen (crisp). Der typische Griff zur Prüfung der Fellfestigkeit: mit gespreizten Fingern

gegen den Strich in das Fell hineingreifen. Die Hand sollte dabei „stecken bleiben“. Ein

ausgezeichnetes Britenfell ist zudem durch den Umstand zu erkennen, dass es beim

Laufen oder Schlafen der Katze an bestimmten Stellen auseinander-klafft – sich bricht.

Aufgrund seiner Dicke und Dichte liegt das Fell nicht flach an, sondern steht vom Körper

ab.

Das Fell der Britisch Kurzhaar ist pflegeleicht, regelmässiges Bürsten während des

Fellwechsels hilft jedoch, abgestorbene Haare zu entfernen. Aber Vorsicht, durch

übermässiges Bürsten kann dem Britenfell Schaden zugefügt werden.
 

FARBENVIELFALT

Neben der bekanntesten Farbe, der einfarbig blauen Varietät, gibt es die Britisch

Kurzhaar in vielen verschiedenen und nicht weniger schönen Farben, Mustern und

Zeichnungen zu bewundern:

Einfarbig (n/a/d/e/b/c)

Einfarbige Britisch Kurzhaar-Katzen gibt es in den Farben Schwarz (n), Blau (a), Rot (d),

Creme (e), Chocolat (b), und Lilac (c). Die Augenfarbe kann bei all diesen Fellfarben

von kupfer bis orange variieren. Einfarbige Briten dürfen keinerlei weisse Haare oder

weisse Flecken aufweisen. Jedes Haar muss vom Ansatz bis zur Spitze einheitlich

durchgefärbt sein. Die Streifen (Geisterzeichnung), welche manche einfarbigen Katzen

als Jungtiere aufweisen, müssen mit dem Erwachsenwerden verschwinden.

Weiss (w)

Weisse Briten können orange bis kupferfarbene (w61), blaue (w62) oder zwei

verschiedenfarbige Augen (odd-eyed, w63) aufweisen. Speziell bei der weissen

Varietät ist zu erwähnen, dass die weisse Farbe nicht durch das Albino-Gen verursacht

wird, sondern eine wirkliche Farbe ist. Die Taubheit, die bei weissen Katzen manchmal

auftritt, hängt direkt mit dieser Farbe zusammen.

Schildpatt oder Tortie (f/g/h/j)

Die Schildpatt-Katze weist ein Fell mit unterschiedlichen Farbflecken auf, jedoch immer

ohne weiss. Katzen mit dieser Fellfarbe sind meist weiblich. Selten kommt es auch bei

männlichen Katzen zu dieser Fellzeichnung; diese Kater sind aber in der Regel

unfruchtbar. Im Gegensatz zu den Schildpatt-Weiss-Katzen müssen die Flecken bei der

Schildpatt klein und gleichmässig vermischt sein. Die eine Grund-farbe ist immer Rot

oder Creme. Die zweite Farbe ist somit schwarz (f), blau (g), chocolat (h) oder lilac (j).

Die Augenfarbe muss kupfer oder orange sein und eine rote oder cremfarbene Flamme

im Gesicht ist erwünscht. Das Erscheinungsbild der Schildpatt-Katze soll eine

gesprenkelte Katze in leuchtenden Farben darstellen. Alle Schildpatt-Varietäten können

auch Silberanteile aufweisen, d.h. smoke (fs/gs/hs/js), shaded (fs11/gs11/hs11/js11)

oder shell (fs12/gs12/hs12/js12).

Van (01), Harlekin (02), Bicolor (03)

Katzen dieser Varietäten sind Non-Tabby-Katzen und weisen neben einer dominanten

Farbe weisse Flecken auf. Als dominante Farbe sind alle Grundfarben (ausser weiss)

erlaubt.

Die Van-Varietät (01) weist den grössten Weissanteil dieser Gruppe auf. Der Farbanteil

muss analog der Türkisch Van-Katze sein: Zwei Farbflecke am Kopf, welche zwischen

den Ohren durch die weisse Fellfarbe unterbrochen sein sollten. Körper und Beine sind

weiss. Der Schwanz weist die Farbe der Kopf-Flecken auf. Auf dem weissen Körperfell

sind zwei kleine Farbflecke erlaubt. Die Augenfarbe der Van-Varietät darf sowohl kupfer

bis orange, aber auch blau oder odd-eyed sein.

Bei der Harlekin (02) beträgt der Weissanteil 5/6 zu 1/6 Farbe. Auch hier ist eine

weisse Blesse im Gesicht erwünscht. Die Farbflecke sollten rund sein.

Bei der Bicolor (03) muss der Weissanteil mindestens 1/3 und nicht mehr als 1/2 der

gesamten Körperoberfläche betragen. Die Flecken müssen gross und regelmässig sein

und dürfen nicht ineinander verlaufen. Die farbigen Flecken dürfen keine weissen Haare

aufweisen. Eine weisse Blesse im Gesicht ist erwünscht. Als Variante zur Bicolor mit

einer Grundfarbe steht die Tricolor. Diese muss anstelle einer dominierenden Farbe

zwei Grundfarben aufweisen, eine davon muss immer Rot oder Creme sein. Bei der

Bicolor, der Tricolor und auch bei der Harlekin sind nur kupfer- bis orangefarbene

Augen erlaubt.

Tabby-Varitäten

Es werden drei Tabby-Varietäten unterschieden: gestromt (22), getigert (23) und getupft

(24). Alle Tabby-Varietäten können in allen Grundfarben vorkommen und tragen das

dominante Agouti-Gen A. Die Tabby-Zeichnung kommt zum Vorschein, wenn die Katze

neben dem der Tabby-Varietät entsprechenden Tabby-Gens auch Träger des Agouti-

Gens ist (nicht so bei der Geisterzeichnung). Als typisches Merkmal aller Tabby-Katzen

kann der ziegelrote Nasenspiegel bezeichnet werden, welcher entsprechend der

Grundfarbe der Katze farbig umrandet ist. Alle Tabby-Varietäten können auch in

Schildpatt und mit Silber (ns/as/bs/cs/ds/es/fs/gs/hs/js 22/23/24) und Golden (ny

22/23/24) vorkommen.

Das Tabby-Muster äussert sich durch einen (breiten) Aalstrich,

schmetterlingsförmige Flächen über den Schultern und einer

weiteren (breiten) Linie im hinteren Teil des Rückens, vom

Aalstrich Richtung Bauch. Zwischen dieser Zeichnung muss der

Grundton des Fells gut sichtbar sein. An den Flanken müssen

deutlich abgegrenzte Flecken sichtbar sein, welche gerädert oder

marmoriert auftreten können. Der Bauch weist Tupfen auf. Auf den

Wangen muss die gestromte Britisch Kurzhaar zwei bis drei

Spiralen aufweisen. Das M auf der Stirn muss deutlich sichtbar

und die Streifen auf der Brust (Halsbänder) dürfen nicht

durchbrochen sein.

Getigert oder mackerel tabby (23)

Das Katzenfell weist einen ununterbrochenen Aalstrich auf, von

welchem aus sich die Tabby-Streifen Richtung Bauch ziehen. Die

Streifen dürfen nicht zu breit und nicht unterbrochen sein und

müssen sich deutlich abheben. Die Beine sind regelmässig

gestreift und der Schwanz weist Ringe auf. Der Bauch ist mit

Tupfen versehen. Die Halsbänder dürfen nicht durchbrochen sein.

Die Wangen müssen zwei bis drei Spiralen aufweisen und auf der

Stirn muss das typische M deutlich sichtbar sein. Das Mackerel-

Muster ist unter den Hauskatzen die am häufigsten vorkommende

Tabby-Zeichnung.

Getupft oder spotted tabby (24)

Auch bei dieser Varietät muss das M auf der Stirn vorhanden

sein. Die Wangen weisen leichte Wirbel auf. Über den Körper

müssen sich kleine, runde oder ovale Tupfen verteilen. Eine

leichte Linie auf dem Rückgrad ist erlaubt. Die Tupfen müssen

voneinander klar abgetrennt und in Form und Grösse einheitlich

sein. Beine und Schwanz müssen Streifen bzw. Ringe aufweisen.


Silber-Briten

Briten mit Silberanteil tragen das Silber-Gen I (Inhibitor), welches die Pigmentierung im

unteren Bereich des Haares unterdrückt und nur die Färbung der Spitzen zulässt

(Tipping). Silber-Katzen treten als Smoke, Shaded (Cameo) oder Shell (Chinchilla) auf

und können in allen drei bekannten Tabby-Varietäten vorkommen. Bei den einzelnen

Silber-Varietäten unterscheiden sich die Pigmentierungsanteile (Tipping) der Haare.

Für das Tipping sind alle Grundfarben erlaubt.

Smoke

Bei der Smoke-Varietät handelt es sich um eine Silberkatze mit 3/8 bis 1/2 Tipping

jedes einzelnen Deckhaares. Die Unterwolle ist silberweiss, ebenso die Schwanzunterseite

und der Bauch. Das Fell weist keine Tabby-Musterung auf = Non-Agouti. Die

Augen sind kupfer bis orange. Die Smoke wird oft auch als "gewolkt" bezeichnet. Sie

scheint auf den ersten Blick einfarbig zu sein und der Silberanteil der Haare zeigt sich

erst, wenn sich das Fell bzw. die Katze bewegt.

Shaded/Cameo

Die Silvershaded gehört zu der getippten Tabby-Varietät und ist somit eine Agouti-

Katze. Die Deckhaare sind zu nur 1/3 gefärbt, der Silberanteil ist wesentlich höher als

bei der Smoke. Das Tipping muss sich gleichmässig über den Katzenrücke zie-hen und

hellt sich an den Beinen leicht auf. Es darf keine Tabby-Zeichnung zu erkennen sein.

Bauch, Schwanzunterseite und die Innenseite der Beine sind silber-weiss. Die

Hinterbeine weisen Sohlenstreifen auf. Nasenspiegel und Augen müssen in der Farbe

des Tippings umrandet sein. Die Rot- und die Creme-Silvershaded (auch Cameo

genannt) müssen orange bis kupferfarbene Augen aufweisen, wie auch die

Silvershaded-Schildpatt-Varietäten. Bei allen anderen Silbershaded-Varietäten ist die

Augenfarbe grün.

Shell/Chinchilla

Die Shell unterscheidet sich nur durch den kleineren Tipping-Anteil der Haare von der

Shaded. Der Farbanteil der Haare beträgt hier lediglich noch 1/8, wodurch die Katze

beinahe weiss scheint. Rote und cremefar-bene Katzen werden hier Shell genannt, alle

anderen Grundfarben nennt man Chinchilla. Nase und Augen müssen auch hier in der

Farbe des Tippings umrandet sein. Sohlenstreifen sind nicht erlaubt. Die Augenfarbe ist

auch hier, entsprechend der Shaded, von der Fellfarbe abhängig.
 

Golden-Briten

Eine ähnliche Färbung wie die Silber-Briten weisen auch die Golden auf. Die

Grundfarbe des Fells reicht von einem warmen Rotbraun bis zu einer apricot-farbenen

Tönung, was auf eine andere genetische Grundlage hinweist als die der Silber-Briten.

Die Golden ist nicht Träger des Inhibitor-Gens I. Golden können jedoch auch in Würfen

von Silberkatzen fallen.
 

Colorpoint

Die Colorpoint ist die jüngste Varietät im Farbenkarussel der Britisch Kurzhaar. Diese

neue Varietät ist durch die gezielte Einkreuzung der Colorpoint-Perser entstanden. Die

Maskenfärbung, die ursprünglich von der Siamkatze stammt, äussert sich immer durch

ein helles Grundfell und farbige Abzeichen (Points) im Gesicht, an den Ohren, an den

Pfoten und am Schwanz. Die Colorpoint trägt das Teilalbino-Gen (cs), welches eine

Pigmentierung des Rücken-, Brust- und Hals-bereiches unterdrückt. Für die Färbung der

Points sind alle Grundfarben zuge-lassen. Die Points müssen sich klar abheben und

abgrenzen und können einfarbig (non Tabby) sein oder alle Tabby-, Schildpatt- oder

Schildpatt-Tabby-Variationen aufweisen. Die Augen der Colorpoint sind - bedingt durch

das Teilalbino-Gen cs - jedoch immer blau.

Die Britisch Kurzhaar wird sich aber in Zukunft nicht auf die bisher bekannten Farbvarietäten

beschränken. Weitere wunderbare Farben, wie zum Beispiel die Farbe blueshaded-

golden, werden kommen und sich durchsetzen. Die Möglichkeiten scheinen

beinahe unbegrenzt zu sein. Wir lassen uns überraschen und verzaubern.


BRITISCH KURZHAAR, KARTÄUSER ODER CHARTREUX

Grundsätzlich existieren in der FIFe unter diesen Namen zwei Katzenrassen: Zum einen

die Britisch Kurzhaar und zum anderen die Chartreux. Die Chartreux ist heute mit der

Britisch Kurzhaar nicht mehr zu verwechseln. Ihr Standard schreibt eine gegenüber der

Britin schlankere, immer blaue Katze mit kupferfarbenen Augen und anderer Fellqualität

vor. Die beiden Rassen sind so weit voneinander entfernt, dass keine der beiden Rasse

zur Verbesserung des Typs der anderen Rasse beitragen kann. Es werden auch keine

Kreuzungen der beiden Rassen vorgenommen .

Die Bezeichnung „Kartäuser“ ist korrekterweise die Deutsche Übersetzung des Wortes

Chartreux und würde eigentlich dieser Rasse zustehen. Leider bezeichnet der

Volksmund heute die Britisch Kurzhaar mit blauem Fell als Kartäuser. Dies ist vor allem

in Deutschland und bei Nicht-Züchtern der Fall. Britenzüchter legen jedoch auf die

sprachliche Differenzierung von Britisch Kurzhaar und Chartreux/Kartäuser grossen

Wert.